Der Lack muss ab
Der Lack muss ab
Wie lassen sich alte Anstriche am besten vom Holz lösen?
Viele alte Möbel haben einen recht unansehnlichen Farbanstrich, sodass man nicht selten ins Staunen kommt, wenn man nach dem Entfernen der Farbschicht erkennt, welches schönes und natürliches Möbelstück sich eigentlich darunter befindet. Zum Entfernen der alten Lackschichten gibt es dabei grundsätzlich drei Möglichkeiten: Chemie, Heißluft oder Mechanik. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Chemische Abbeizmittel eignen sich besonders bei feinen Verzierungen und Profilhölzern mit vielen Kanten. Die dickflüssigen Gels und Pasten reichen sogar bis in feine Ritzen und Ecken, haften auch an senkrechten Oberflächen und sind einfach anzuwenden.
Bei dem Einsatz einer Heißluftpistole wird der Lack mit einem bis zu 650 Grad heißen Luftstrom so aufgeweicht, dass er sich anschließend mit einem Spachtel abnehmen lässt. Hierbei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass das Holz nicht verbrannt wird. Auch sollte für eine ausreichende Belüftung gesorgt und möglichst immer Atemschutz getragen werden, da durch das Erhitzen des Lackes schadstoffhaltige Dämpfe entstehen können.
Lackreste lassen sich auch mit Schleifpapier von Hand oder mithilfe einer Maschine (Teller-, Dreieck- oder Schwingschleifgeräte) entfernen. Beim Schleifen entsteht allerdings schnell viel feiner Schleifstaub, der gesundheitsschädlich sein kann. Deshalb sollte hier eine entsprechende Schutzmaske (Atemschutz: Partikelfilter P2) getragen werden. Zudem setzt das Schleifpapier schnell zu und muss oft gewechselt werden.
Die Verwendung einer Abziehklinge (scharfe, gewölbte Klinge) ist gesundheitlich unbedenklich, da beim Arbeiten keine problematischen Dämpfe und Stäube entstehen. Allerdings ist die Arbeit mühsam, dauert zum Teil sehr lange und beim Abziehen der untersten Lackschicht besteht die Gefahr, dass mit der Klinge die Holzoberfläche beschädigt wird
Chemische Abbeizmittel lassen sich unterscheiden in lösemittelhaltige und alkalische Abbeizer. Diese Abbeizmittel weichen die Lackschicht auf. Der angelöste Lack lässt sich mit Hilfe von Spachteln oder Schabern abnehmen. Vorsicht vor dichlormethanhaltigen Abbeizmitteln: Aufgrund der beim Arbeiten mit Dichlormethan (DCM) aufgetretenen schweren gesundheitlichen Schäden wurde vom EU-Parlament Ende Januar 2009 ein europaweites Verbot dieser Substanz beschlossen. Allein in Europa hat die Arbeit mit Dichlormethan infolge unsachgemäßen Umgangs mehr als 30 Menschenleben gefordert. Dafür gibt es bereits seit vielen Jahren alternative lösemittelhaltige Abbeizer, die ohne DCM auskommen, wie z. B. der Clou Lack-Abbeizer.
Im Gegensatz zu lösemittelhaltigen Abbeizmitteln wirken alkalische Abbeizer oder Laugen ausschließlich auf ölhaltigen Lacken wie z. B. Öllacke oder Alkydharzlacke. Modernere Lacke auf Wasserbasis (Acryllacke) und Dispersionsfarben können mit den Laugen nicht abgebeizt werden.
Das ist beim Abbeizen zu beachten
Beim Abbeizen immer Schutzbrille und Handschuhe tragen.
Jeglichen Kontakt mit der Haut und den Augen vermeiden.
Stets für eine gute Durchlüftung der Räume sorgen oder am besten Abbeizmittel im Freien verwenden.
Das abgeschabte Gemisch aus Abbeizmittel und Lack in Papier einwickeln und als Sondermüll entsorgen.
Produktinfo
Die besondere Qualität des CLOU Lack-Abbeizers wurde in einem Produktvergleich der Stiftung Warentest bestätigt, bei dem unter 22 getesteten Abbeizmitteln CLOU Lack-Abbeizer Testsieger in der Kategorie „Farbentfernung“ wurde. Der Abbeizer ist geruchsmild, kennzeichnungsfrei und geeignet zum porentiefen Entfernen alter Anstriche auf Holz, Holzwerkstoffen, Beton, Stein, Putz, GFK-Material oder Metallen. Auch 2K-Lacke und Dispersionsanstriche werden damit problemlos entfernt. Im Hinblick auf seine ökologischen Eigenschaften hat das Magazin ÖKO-TEST den Clou Lack-Abbeizer mit "sehr gut" bewertet.



