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Wie Holzmöbel einen hochwertigen Antik-Look bekommen
Kommoden, Schränke und Tische aus Naturholz kann man heute bereits für „kleines Geld“ fertig kaufen oder - mit ein wenig handwerklichem Geschick - selber bauen. Doch nicht jedem gefällt die Optik des rohen, unbehandelten Holzes. Mit bereits geringem Aufwand kann man daraus jedoch ein Möbelstück zaubern, das aussieht, als stamme es aus Omas Mobiliar. Alles, was man dazu braucht, ist Holzbeize von CLOU, einen Hammer, ein Nagelbrett und ein Messer. Wer dann noch einige grundlegende Tipps zum richtigen Beizen befolgt, erhält - quasi über Nacht - ein edel wirkendes Holzmöbel.
Perfektionisten sollten das Holz bereits vor dem Beizen „bearbeiten“, um ihm einige, für antike Möbel typische Gebrauchsspuren zu verpassen. Mit einem Hammer schlägt man kleinere Dellen und Vertiefungen in die Oberfläche, mit einem Nagelbrett erzeugt man künstliche Wurmlöcher und mit einem Messer sorgt man für die bei älteren Kommoden, Schränken oder Tischen üblichen Risse und Kratzer.
Danach geht es dann ans eigentliche Beizen, das rohen Naturhölzern eine tiefe und intensive Farbe verleiht, dabei aber gleichzeitig die natürliche Holzstruktur erhält und die charakteristische Maserung betont. Für grobporige Hölzer wie Eiche, Esche, Nussbaum oder Mahagoni eignet sich am Besten die in fünf dunklen Farben erhältliche CLOU „Rustikaleffekt-Beize“, die die Porenstruktur deutlicher hervorhebt. Alle anderen Hölzer können auch mit der lösemittelfreien „AQUA CLOU Holzbeize“ getönt werden, die es sogar in insgesamt 14 verschiedenen, miteinander mischbaren Farbtönen gibt. Noch mehr Farbmöglichkeiten bietet die in 25 Tönen erhältliche CLOU Pulverbeize, die ebenfalls leicht zu mischen ist.
Ein besonders gleichmäßiges und schönes Resultat erhält man, wenn man beim Beizen einige Tipps befolgt:
- Vor dem Beizen das Holz mit normalem Leitungswasser einpinseln. Dadurch quellen die Holzfasern auf und das Holz nimmt die Beize gleichmäßiger an. Nach dem Trocknen die durch das Wässern aufgeraute Fläche in Maserrichtung des Holzes (nie quer, das verursacht bleibende Kratzer) anschleifen und den Schleifstaub gründlich entfernen.
- Danach an einer nicht sichtbaren Stelle zur Kontrolle des Farbtons Probebeizen. Eventuell den Farbton durch Mischen unterschiedlicher Beiztöne anpassen.
- Die Beize mit einem breiten Pinsel immer zuerst einmal in Richtung der Holzstruktur, danach einmal quer und dann wieder in Richtung Holzstruktur auftragen. Dabei zügig und gleichmäßig von innen nach außen beziehungsweise von unten nach oben arbeiten. Kurz einwirken lassen und anschließend den nicht eingezogenen Überschuss sorgfältig mit dem Pinsel oder Schwamm abnehmen.
- Vorsicht: Wenn zu viel Beize auf Pinsel oder Schwamm ist und vor dem Auftragen auf das Holz tropft, entstehen Flecken. Gleiches gilt für zu viel Beize, die an senkrechten Flächen herunter läuft oder die nicht abgenommen wird.
- Die gebeizte Fläche über Nacht trocknen lassen und erst am nächsten Tag schleifen, grundieren, noch mal leicht anschleifen und anschließend lackieren. Nach jedem Schleifen das Entstauben nicht vergessen.
